Kinder

Reizüberflutung

Sind wir zu vielen anregenden Reizen ausgesetzt, dann steigt unser Blutdruck, unser Herz schlägt schneller und unsere Aufmerksamkeit ist erhöht. Ein Zustand, der in gewissen Situationen nötig ist. Doch ohne Pausen wird das auf Dauer anstrengend, denn unser Körper kann nicht ständig „unter Strom“ stehen.

Kinder, die zu wenig Ruhepausen haben und diesen angespannten Zustand dauerhaft erleben, haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, weniger Energie, sind nicht ausgeglichen. Zusätzlich geschwächt wird die Entwicklung von Mut und Selbstbewusstsein.

So können mit der Zeit Symptome auftreten wie:

  • Schlafschwierigkeiten
  • Chronische Erschöpfung
  • Gereiztheit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Konzentrationsschwäche
  • Angstzustände
  • Verschlechterte Leistungen in der Schule

Pausen für das Gehirn

Entspannung von Reizüberflutung ist für Kinder vorallem in der Schulzeit sehr wichtig. Nicht nur das vegetative Nervensystem im Körper braucht Pausen, sondern auch das Gehirn. Die moderne Hirnforschung geht davon aus, dass sich neu Gelerntes im Schlaf und in Ruhephasen im Gehirn verfestigt. Bleiben Ruhepausen aus, haben Kinder folglich grössere Schwierigkeiten, Gelerntes und Erfahrungen im Gehirn zu verarbeiten und abzuspeichern.

In diesen wichtigen Ruhepausen bekommen Körper und Geist Zeit sich zu regenerieren. Der Herzschlag wird langsamer, der Atem gleichmässig und die Spannung in den Muskeln nimmt ab. Diese Entspannung wird über die Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet und die Gedanken im Kopf kommen ebenfalls zur Ruhe. Entspannungsübungen machen Kinder nicht nur gelöster und fokussierter, sondern auch ausgeglichener und optimistischer, weil sie Strategien kennen, sich in stressigen Situationen zu beruhigen.

Ruhe und Entspannung

Es gibt verschiedene spielerische Entspannungsübungen, bei denen Kinder gut abschalten und nervöse Gedanken auch mal vorbeiziehen lassen können und so zu neuer Kraft und Energie finden. In meinen Kursen spreche ich mit den Kindern auch über ihre Gefühle bei Anspannung und Entspannung, um ihnen bewusst zu machen, dass man sich in stressigen Situationen oder bei negativen Gefühlen oft sehr anspannt und das meistens gar nicht einmal so richtig bemerkt.

Introversion und Hochsensibilität

Intensiver wahrnehmen

Es gibt viele Kinder, die ein introvertiertes Persönlichkeitsmerkmal haben, vielleicht (auch) hochsensibel sind. Diese Kinder brauchen mehr Erholung von äusseren Sinneseindrücken als andere. Vorallem für diese Kinder ist Entspannung eine wirksame Methode, schnell zu sich zurück zu finden und sich wieder neu „aufzuladen“.